Ein Regenwasser‑Filtersystem ist die Gesamtheit der Komponenten, die Laub, Schmutz und Bakterien aus dem aufgefangenen Regenwasser entfernen – und dies sowohl vor dem Eintritt in den Speichertank als auch nochmals vor der Wasserentnahme. Es handelt sich nicht um einen einzelnen Filter. Stellen Sie es sich als drei aufeinander abgestimmte Schutzebenen vor, die vom Dach bis zur Entnahmestelle zusammenwirken.
Viele Anwender unterschätzen die Bedeutung der Filterung. Eine unzureichende Filterung führt nicht nur zu trübem Wasser. Sie kann Pumpen beschädigen (Sedimente zerstören Laufräder und Dichtungen), Tropfbewässerungsdüsen bereits innerhalb einer Saison verstopfen sowie Biofilme, Ablagerungen und Bakterien in die hausinterne Rohrleitung einbringen, wenn das Wasser für Toilettenspülungen oder Kühltürme verwendet wird.
Ein gut ausgelegtes Regenwasser‑Filtersystem arbeitet in drei Stufen:
1.Filterung vor der Speicherung – an Dach und Dachrinne, bevor das Wasser in den Tank gelangt
2.Filterung im Speicher – Steuerung von Sedimenten und Wasserqualität innerhalb des Tanks
3.Filterung nach der Speicherung – an der Entnahmestelle, unmittelbar vor der Wasserentnahme
Jede Stufe beseitigt andere Verunreinigungen. Wird eine Stufe weggelassen oder unzureichend ausgelegt, müssen die übrigen Stufen eine höhere Last bewältigen.
Die Jiangsu Yingyuan Sponge City Technology Co., Ltd. (gegründet 2018, Stammkapital 38 Millionen CNY) entwickelt modulare PP‑Regenwasserspeichersysteme, die mit allen drei Filterstufen kompatibel sind. Die Module weisen ein Hohlraumverhältnis von 92 % auf. Das bedeutet weniger stehendes Wasser und geringeres biologisches Wachstum im Speicherbereich – ein integrierter Vorteil, der das Filtersystem direkt unterstützt.

Filterung vor der Speicherung: Rückhaltung grober Verunreinigungen am Dach
Diese Stufe entfernt den Großteil der Verunreinigungen, bevor das Wasser überhaupt in den Speichertank gelangt. Bei korrekter Auslegung kann sie die Belastung nachgeschalteter Komponenten um 80‑90 % senken.
Laub‑ und Dachrinnenschutzgitter – die erste Schutzebene. Es handelt sich um Edelstahl‑ oder PVC‑Siebe mit 2‑5 mm Maschenweite, die auf Dachrinnen oder am oberen Ende der Fallrohre montiert werden. Ihre alleinige Aufgabe: Laub, Zweige und durch Wind eingetragenen Schmutz vom System fernzuhalten.
• Wartung: Bürsten oder abspülen alle 2‑3 Monate während der Laubsaison
• Kosten: 50‑200 USD pro Fallrohranschluss
Erstabfluss‑Ableiter – oft vernachlässigt, aber von entscheidender Bedeutung. Die ersten 2‑5 mm eines Niederschlags enthalten die höchste Schadstoffkonzentration: Vogelkot, Staub, Pollen und zersetzendes organisches Material vom Dach. Ein Erstabfluss‑Ableiter fängt diesen schmutzigen Anfangsabfluss auf und leitet ihn in einen Kanal oder Versickerungsbereich ab, sodass nur das nachfolgende sauberere Regenwasser in den Tank gelangt.
• Typische Auslegung: 20‑50 Liter Auffangvolumen pro 100 m² Dachfläche
• Wartung: Monatliches Ausspülen der Kammer in der Regenzeit
• Kosten: 80‑300 USD je nach Volumen und Automatisierungsgrad

Wirbel‑Vorfilter – die höchste Ausbaustufe der Vor‑Speicher‑Filterung. Das Wasser strömt schräg in eine zylindrische Kammer und erzeugt einen Wirbel, der Verunreinigungen nach außen gegen ein 280‑Mikrometer‑Edelstahlsieb schleudert. Sauberes Wasser durchdringt das Sieb und gelangt in den Speichertank, während die konzentrierten Ablagerungen in einen Sammelbehälter fallen und einfach entnommen werden können.
• Durchflusskapazität: 3‑10 L/s pro Einheit
• Wartung: Kontrolle und Abspülen des Siebes alle 3‑6 Monate
• Kosten: 200‑600 USD pro Einheit
• Hinweis von Yingyuan: Wirbel‑Vorfilter gehören bei unseren gewerblichen Großanlagen zum Standard, um die nachgeschalteten PP‑Modulspeichereinheiten vor Ablagerungen feiner Sedimente zu schützen.
Filterung im Speicher: Erhaltung der Wasserqualität während der Speicherung
Ist das Wasser im Tank, sorgen drei Merkmale für die Qualitätserhaltung bis zur Wasserentnahme.
Beruhigte Einlaufvorrichtungen – verhindern, dass zulaufendes Wasser am Boden abgelagerte Sedimente aufwirbelt. Statt das Wasser direkt aus dem Fallrohr in den Tank einzuleiten, lenkt die beruhigte Einlaufvorrichtung den Zulauf nach oben oder verteilt ihn über eine breite Fläche, sodass die Sedimentschicht ungestört bleibt. Dies ist besonders vorteilhaft bei modularen PP‑Systemen, bei denen feine Partikel natürlicherweise auf der flachen Bodenfläche abgelagert werden.
• Wartung: Jährliche Prüfung des Einlaufverteilers auf Verstopfungen
• Kosten: 50‑150 USD pro Einlaufbaugruppe
Schwimmende Saugeinheit – entnimmt Wasser aus der saubersten Wasserschicht, üblicherweise 100‑200 mm unter der Wasseroberfläche, wo der Sauerstoffgehalt am höchsten und der Anteil an Schwebstoffen am niedrigsten ist. Der schwimmende Arm folgt dem Füllstand und saugt stets aus dieser optimalen Tiefe an.
• Wartung: Jährliche Prüfung des Schwimmermechanismus und der Schlauchanschlüsse
• Kosten: 150‑400 USD je nach Tankgeometrie

Sedimentfallen – Sammelstellen am Tankboden, an denen feine Partikel mit der Zeit ablagern. Bei einem modularen PP‑System befindet sich die Speichereinheit unter der Frostgrenze und außerhalb temperaturbedingter Schwankungen der Erdoberfläche (die Module können bis zu 3,5 m tief verbaut werden). Dadurch entstehen weniger Konvektionsströmungen, die Partikel in der Schwebe halten. Die Sedimentfallen sind über eine Inspektionskammer erreichbar und sollten alle 2‑3 Jahre ausgepumpt werden.
• Kosten: In die Bodenkonstruktion des Speichers integriert, verursacht einen Mehraufwand von 100‑300 USD bei der Montage.
Filterung nach der Speicherung: Feinaufbereitung des Wassers an der Entnahmestelle
Mit dieser Stufe wird das Wasser auf die für den jeweiligen Einsatzzweck erforderliche Qualität gebracht.
Patronenfilter (5‑50 Mikrometer) – druckbetriebene Inline‑Filter zur Entfernung feiner Schwebstoffe. Die Mikrometer‑Angabe legt fest, welche Partikel durchgelassen werden: 50‑Mikrometer‑Patronen eignen sich für allgemeine Außenzwecke, wohingegen 5‑Mikrometer‑Patronen Wasser für Kühlturm‑Ergänzungswasser oder Fahrzeugreinigung liefern.
• Typische Filtergehäuse: 20‑Zoll‑Big‑Blue‑Bauform
• Wartung: Austausch der Filterpatronen alle 3‑6 Monate oder bei einer Druckdifferenz von über 1 bar
• Kosten: Gehäuse 100‑250 USD, Filterpatronen 20‑60 USD pro Satz
UV‑Sterilisierung – nutzt ultraviolettes Licht (Wellenlänge 254 nm), um Bakterien und Viren ohne Chemikalieneinsatz zu inaktivieren. Erforderlich für alle nicht trinkbaren Innenanwendungen, bei denen das Wasser mit der Haut in Kontakt kommen oder vernebelt werden kann (Toilettenspülung, in einigen Rechtsgebieten auch Duschen).
• Typische Bestrahlungsdosis: 40 mJ/cm²
• Wartung: Jährlicher Austausch der UV‑Lampe, halbjährliches Reinigen des Quarzglasmantels
• Kosten: 1 500‑5 000 USD für gewerbliche Durchflussmengen
Aktivkohlefilter – binden gelöste organische Verbindungen, die Gerüche und Geschmacksbeeinträchtigungen verursachen. Für Bewässerungs‑ oder Industrieanwendungen nicht zwingend notwendig, aber Standard bei nicht trinkbaren Innenanwendungen, bei denen die Akzeptanz durch Nutzer eine Rolle spielt.
• Wartung: Austausch des Aktivkohle‑Füllmaterials alle 6‑12 Monate
• Kosten: 100‑400 USD pro Füllmaterial‑Austausch

Abstimmung der Filterung auf den individuellen Einsatzzweck
Nicht jede Anlage erfordert das gleiche Filter‑Niveau. Eine Überdimensionierung verschwendet Kosten und erhöht den Wartungsaufwand. Eine Unterdimensionierung birgt das Risiko von Geräteschäden oder Verstößen gegen Vorschriften.
| Anwendungsfall | Empfohlene Filterausstattung | Begründung |
Ausschließlich Bewässerung | Vorfilter (Laubgitter + Wirbel‑Vorfilter) + beruhigte Einlaufvorrichtung | Entfernt Partikel, die groß genug sind, um Tropfbewässerungsdüsen zu verstopfen (> 200 Mikrometer). Eine Desinfektion ist nicht erforderlich. Die unterirdischen PP‑Speicher blockieren Sonnenlicht und verhindern so Algenwachstum. |
| Toilettenspülung | Vorfilterung + 25‑Mikrometer‑Patronenfilter + UV‑Sterilisierung | Der Patronenfilter hält feine Partikel zurück, die Schüsselverfärbungen oder Spülkastenverstopfungen verursachen könnten. Die UV‑Einheit gewährleistet Sicherheit, wenn beim Spülen Wasser vernebelt wird. |
| Kühlturm‑Ergänzungswasser | Vorfilterung + 5‑Mikrometer‑Patronenfilter + chemische Wasseraufbereitung | Kühltürme reagieren empfindlich sowohl auf Partikel als auch auf gelöste Feststoffe. Das hohe Hohlraumverhältnis der PP‑Modulspeicher (92 % nutzbarer Wasserraum) reduziert stehendes Wasser und senkt die biologische Belastung der chemischen Aufbereitung. |
| Fahrzeugreinigung | Vorfilterung + 10‑Mikrometer‑Patronenfilter | Wasser dieser Qualität trocknet ab, ohne sichtbare Rückstände auf lackierten Oberflächen zu hinterlassen. |
Hinweis: Alle PP‑Module von Yingyuan werden nach dem Schwerlast‑Standard CJ/T 542‑2020 gefertigt und geprüft, die Prüfung erfolgte im CABR‑Prüfzentrum – das Speichersystem selbst bringt also keine Verunreinigungen ein.
Noch ein Hinweis zu unterirdischen modularen PP‑Speichern: Mit einer Auslegungslebensdauer von 50 Jahren und Einbautiefen bis zu 3,5 m sorgt es für eine stabile thermische Umgebung, wodurch der biologische Belastungsdruck auf das gesamte Filtersystem sinkt. Da Sedimentablagerungen auf den Modulböden zu einer ungleichmäßigen Lastverteilung führen können, schützt eine korrekte Filterung zudem langfristig die strukturelle Stabilität des Speichers.
F: Wie oft sollten Regenwasser‑Filter gereinigt werden?
A: Die Reinigungsintervalle hängen vom Filtertyp und den Bedingungen der Sammelfläche ab. Laub‑ und Dachrinnenschutzgitter erfordern während der Laubfallsaison alle 2‑3 Monate eine Pflege; bei überhängenden Bäumen sogar monatlich. Wirbel‑Vorfilter mit 280‑Mikrometer‑Sieb werden üblicherweise alle 3‑6 Monate geprüft und abgespült. Die Patronenfilter hinter dem Speichertank sind alle 3‑6 Monate auszutauschen – oder früher, falls das Differenzdruckmanometer eine Verstopfung anzeigt. Einen detaillierten saisonalen Wartungsplan finden Sie in unserer Checkliste für die Wartung von Regenwassernutzungsanlagen.
F: Benötigt Regenwasser eine Aufbereitung für die Gartenbewässerung?
A: Für die meisten Gartenbewässerungen reicht eine einfache Vor‑Speicher‑Filterung (Laubgitter und Wirbel‑Vorfilter) kombiniert mit einer beruhigten Einlaufvorrichtung aus. Regenwasser ist von Natur aus weich und leicht sauer – für die meisten Pflanzen ist es besser geeignet als aufbereitetes Leitungswasser. Eine weitergehende Aufbereitung ist nur erforderlich, wenn die Sammelfläche bestimmte Verunreinigungen einträgt, zum Beispiel Bleibleche an Altbauten oder behandeltes Holz in unmittelbarer Nähe der Dachsammelfläche.
F: Worin liegt der Unterschied zwischen Filterung und Aufreinigung?
A: Bei der Filterung werden physikalische Partikel entfernt: Schmutz, Sedimente und einige Mikroorganismen, die von Sieben oder Filtermaterial zurückgehalten werden. Die Aufreinigung geht darüber hinaus: Sie beseitigt oder neutralisiert gelöste Chemikalien, Schwermetalle und alle lebensfähigen Krankheitserreger. Ein Regenwasser‑Filtersystem bereitet Wasser für nicht trinkbare Einsatzzwecke auf. Um Trinkwasserqualität zu erreichen, sind zusätzliche Aufreinigungsschritte wie Umkehrosmose oder Destillation sowie eine behördliche Genehmigung erforderlich, die je Rechtsgebiet stark variiert.
F: Wie verhindert man das Einfrieren von Regenwasser‑Filtern in kalten Klimazonen?
A: In Gebieten mit Temperaturen unter 0 °C sind die Vor‑Speicher‑Filter (insbesondere Wirbel‑Vorfilter und Erstabfluss‑Ableiter) die empfindlichen Komponenten. Lösungsansätze sind: Montage der Filter unterhalb der Frostgrenze in einer Inspektionsgrube, beheizte Filtergehäuse mit Niedrig‑Watt‑Begleitheizung oder Absperrventile, mit denen der Filter während langanhaltender Frostperioden entleert und umgangen werden kann. Die unterirdischen PP‑Modulspeicher sind von Haus aus frostbeständig: Mit einer maximalen Einbautiefe von 3,5 m liegt der Speicher deutlich unterhalb üblicher Frosttiefe. Alle Komponenten der Regenwassernutzungsanlage können passend zu den örtlichen Klimabedingungen ausgelegt werden.
Die Auswahl des geeigneten Filtersystems hängt von der Art der Sammelfläche, der Speicherkonfiguration und dem vorgesehenen Einsatzzweck des Wassers ab.
Das Standard‑1000‑Modul von Yingyuan ist mit allen drei oben beschriebenen Filterstufen kombinierbar. Unser Ingenieurteam erstellt im Rahmen jedes Projektumfangs standortspezifische Filterspezifikationen. Für einen umfassenderen Überblick über die Einbindung der Filterung in ein komplettes Regenwassernutzungssystem lesen Sie unseren Leitfaden zu den Komponenten von Regenwassernutzungsanlagen.